St. Galler Junglehrer bekommen mehr Lohn

Jährlich bis zu 6'000 Franken mehr Einstiegslohn verdienen Lehrer in der Primarschule und im Kindergarten ab dem Schuljahr 2016/17. Die Gründe sind ein drohender Lehrermangel und die höheren Löhne in den Nachbarkantonen.

Ein junger Lehrer erklärt einem Primarschüler am Pult die Hausaufgaben.

Bildlegende: St. Galler Junglehrer sollen wegen der Lohndifferenz nicht mehr in die Nachbarkantone abwandern. Keystone

Die Situation sei prekär, weil zurzeit viele Lehrkräfte in den Ruhestand wechselten und ersetzt werden müssten. Die St. Galler Regierung reagiert deshalb.

Die Regierung beruft sich auf einen vom Kantonsrat 2012 bewilligten gesetzlichen Spielraum im Lehrerlohngesetz: Dieser ermögliche es, bei drohendem Lehrermangel die Anfangslöhne um ein oder zwei Stufen anzuheben, teilte das Bildungsdepartement mit. Nach drei Arbeitsjahren setzt sich danach die ordentliche Lohnkarriere fort.

Thurgau und Zürich locken

Konkret bekommen Primarlehrerinnen und Primarlehrer im ersten Arbeitsjahr im Kanton Thurgau rund 5'500 Franken mehr Lohn als im Kanton St. Gallen. Zum Kanton Zürich beträgt die Differenz sogar fast 17'000 Franken.

Die Finanzierung der höheren Löhne übernehmen die Schulgemeinden. Sie unterstützten die Massnahmen, heisst es in der Mitteilung.