Vier-Länder-Region-Bodensee St.Galler Kantonsräte wollen Ostschweiz stärken

Die zuständige Kommission des St. Galler Kantonsrats will eine Metropolitanregion Vierländerregion Bodensee. Sie unterstützt die Regierung, obwohl die Signale aus den anderen Ostschweizer Kantonen eher negativ sind. Kommissionspräsident Peter Hartmann erklärt die Hintergründe.

Stadt St. Gallen

Bildlegende: Die Stadt St. Gallen dürfte besonders von einer Metropolitanregion profitieren. SRF/Philipp Gemperle

SRF News: Was soll diese Metropolitanregion dem Kanton St. Gallen und der Ostschweiz bringen?

Peter Hartmann: Im Rahmen dieser Metropolitanregionen werden die Bundesgelder verteilt. Es ist deshalb von grosser Bedeutung, dass der Raum Ostschweiz zur Metropolitanregion aufgewertet wird.

Die umliegenden Kantone sind zurückhaltend oder offen dagegen. Wie wollen Sie erreichen, dass diese Kantone mit im Boot sind?

Wir müssen die Grossregion Vierländerregion Bodensee einbeziehen. Auch im Kanton St. Gallen gibt es Regionen, welche sich nach Zürich ausrichten, zum Beispiel das Linthgebiet. So gibt es auch im Kanton Thurgau Regionen, die nach St.Gallen orientiert sind. Deshalb geht es darum, dass wir die Kräfte bündeln.

Nun ist die Opposition der anderen Kantone von Beginn weg aber ziemlich stark. Ist es nicht verlorene Liebesmüh, Energie in diesen Bereich zu investieren?

Genau das ist der Punkt, dass die Ostschweiz ihre Anliegen nicht konsequent einbringen kann. Wir brauchen eine starke Ostschweiz und ich bin sicher, dass auch der Kanton Thurgau einlenkt.

Wenn man aber den Strategiebericht der St. Galler Regierung liest, dann geht es immer um den Kanton St. Gallen. Will man einfach die Unterstützung der anderen Kantone, aber vor allem selber profitieren?

An dieser Aussage krankt die Ostschweiz. Klar hat die Stadt St. Gallen eine Zentrumsfunktion und deshalb werden auch Angebote dort entstehen. Diese strahlen aber in die ganze Region aus. Wenn es der Region gut geht, dann geht es auch den einzelnen Teilen der Region gut.

Das Gespräch führte Philipp Gemperle.