St.Galler Konferenz für Sozialhilfe: Thomas Müller vorgeschlagen

Sich nicht an die gesamtschweizerischen Richtlinien über die Sozialhilfe halten: Die Stadt Rorschach ist bekannt für ihre harte Haltung. Und jetzt soll ihr Stadtpräsident und SVP-Nationalrat Thomas Müller in den Vorstand der kantonalen Konferenz für Sozialhilfe gewählt werden.

Porträt Thomas Müller

Bildlegende: SVP-Nationalrat und Stadtpräsident von Rorschach:Thomas Müller wurde für die St.Galler KOS vorgeschlagen. Keystone

Thomas Müller ist bekannt als SVP-Hardliner in Sachen Sozialhilfe. Der jüngste Fall, der Streit zwischen Rorschach und der Stadt St. Gallen wegen einer Sozialhilfebzügerin, hat schweizweit für Schlagzeilen gesorgt.

Und jetzt soll Thomas Müller als Vertreter der Gemeindepräsidenten in Vorstand der St.Galler Konferenz für Sozialhilfe (KOS). Kein Kommentar dazu gibt es von der KOS St.Gallen. «Das ist eine interne Sache», sagt die Vizepräsidentin gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz auf Radio SRF 1.

Der Verband der St.Galler Gemeindepräsidenten bestätigt, dass Thomas Müller als Vertreter der Gemeinden vorgeschlagen ist. «Thomas Müller ist die einzige Kandidatur», sagt Boris Tschirky, Präsident der St.Galler Gemeindepräsidenten.

Die St.Galler Gemeindepräsidenten sind im Vorstand der KOS St. Gallen immer vertreten. Der Grabser Gemeindepräsident Rudolf Lippuner tritt zurück und darum braucht es einen neuen Vertreter.

Die Vereinsversammlung der KOS St. Gallen entscheidet über diese Kandidatur, gewählt wird im nächsten Mai.