St. Galler Spitalwesen kommt unter Spardruck

Der grösste Teil des angepeilten Sparpakets von 165 Millionen Franken fällt auf das Gesundheitswesen zurück. Die Spitäler müssen Leistungen optimieren und neue Geldquellen erschliessen. Die Patienten sollen davon nicht viel merken.

Eingangsbereich des St. Galler Kantonsspitals

Bildlegende: 21 Millionen Franken will die St. Galler Regierung im Spitalwesen einsparen. Keystone

«Wir müssen uns nach der Decke strecken», sagt die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann. Als Verwaltungsratspräsidentin der St. Galler Spitäler muss sie nun entscheiden, wie die neuen Sparvorgaben umgesetzt werden.

Oberstes Ziel hätten bereits eingeleitete Leistungsoptimierungen, sagt Hanselmann gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. So soll die Sterilisation von Geräten neu zentral am Kantonsspital St. Gallen stattfinden und nicht mehr vor Ort in den Regionalspitälern.

Die Patienten sollen von diesen Optimierungen wenig merken. «Die Qualität soll trotz Spardruck die gleiche bleiben oder sich noch verbessern.» Bereits eingesetzt werden virtuelle Zuschaltungen von Experten. So spart der Kanton Fachkräfte an jedem Spitalstandort.

Ausserdem will Hanselmann mehr Geld von den Versicherern einfordern. Subventionen im Umfang von 10 Millionen Franken für beispielsweise das Kinderspital sollen neu die Versicherer übernehmen. Die Verhandlungen führen die einzelnen Institutionen selber.

Das Kantonsparlament entscheidet Ende Juni abschliessend über das Sparpaket.