St. Galler Stadtpräsident bringt «Lokremise» um 100'000 Franken

Der Kanton zahlt künftig nur noch die Hälfte an die Kultureinrichtung «Lokremise» in der Stadt St. Gallen. Bei der Abstimmung im Kantonsrat fehlte ausgerechnet der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Seine Stimme hätte der «Lokremise» 100'000 Franken eingebracht.

Der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin.

Bildlegende: Der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin spricht von einem unglücklichen Zufall. Keystone

Bereits in der Spardebatte im Juni fiel der Entscheid, dass die «Lokremise» künftig 290'000 Franken weniger vom Kanton St. Gallen erhält. Die SP stellte am Donnerstag jedoch einen Rückkommensantrag, dass nur 190'000 Franken gekürzt werden sollen. Dieser Antrag wurde mit einer Stimme Unterschied abgelehnt. Damit wird der «Lokremise» nun der volle Betrag von 290'000 Franken gestrichen.

Ausgerechnet der St. Galler Stadtpräsident, Lokremise-Stiftungsrat und FDP-Kantonsrat Thomas Scheitlin hat bei der Abstimmung gefehlt. Er hatte zu jenem Zeitpunkt als Stadtpräsident eine Medienkonferenz.

Scheitlin zeigte sich gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF enttäuscht. Er nerve sich aber nicht über sich. Es komme immer wieder vor, dass Kantonsräte fehlten. Das sei ein unglücklicher Zufall.