St. Margrethen rechnet mit dem Schlimmsten

Die Abbaupläne der Österreicher Zollbehörden stossen vor allem in der St. Galler Gemeinde St. Margrethen auf Kritik. Der Gemeindepräsident verlangt nun eine offizielle Erklärung.

Lastwagen am Zoll wird von Beamten kontrolliert.

Bildlegende: Waren in die EU sollen im St. Galler Rheintal künftig nur noch in St. Margrethen verzollt werden können. Keystone

Gemeindepräsident Reto Friedauer war überrascht, als er im «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF von den bevorstehenden Änderungen am Zoll in St. Margrethen hörte. Weder er noch sein Amtskollege der Österreicher Gemeinde Höchst seien offiziell über den Systemwechsel informiert worden. Da die Regierung in Wien bei der Bundespolizei per 1. Juli Stellen abbaut, wird an der Grenze zur Schweiz Personal abgezogen. Beim Warenverkehr kommt es darum zu Anpassungen. Unter anderem sollen Exportwaren aus der Schweiz, die nicht für die Grenzregion bestimmt sind, künftig nur noch in St. Margrethen verzollt werden können.

«  Dann kommt es zu einem Verkehrskollaps. »

Reto Friedauer
Gemeindepräsident St. Margrethen

Darum befürchtet die St. Galler Gemeinde St. Margrethen mehr Lastwagen, was unter anderm zu Staus führen könnte. Ein weiteres Problem für die Gemeinde: Ganz in der Nähe des Zolls ist ein neues Zentrumsquartier geplant.

Abes es gibt noch ein weiters Problem: Mit der Sanierung des Autobahnabschnitts zwischen Rheineck und St. Margrethen gebe es für den Verkehr ab 2015 Einschränkungen. Reto Friedauer rechnet mit dem Schlimmsten: «Dann kommt es zu einem Verkehrskollaps».