Stadler Rail: Mitarbeiter als Personalvermittler

Die Stadler Rail im thurgauischen Bussnang hat wieder volle Auftragsbücher. Deshalb braucht sie mehr Personal. Da der Stellenmarkt vor allem bei gut qualifizierten Mitarbeitern ausgetrocknet ist, setzt das Unternehmen auf unkonventionelle Wege der Personalrekrutierung.

Züge mit Arbeitern davor

Bildlegende: Stadler Rail fehlen gut qualifizierte Mitarbeiter. Keystone

«Allein in Bussnang fehlen uns zurzeit 60 bis 70 Ingenieure», sagt Firmenchef Peter Spuhler. Hintergrund ist die positive Entwicklung des Unternehmens.Nach der Schuldenkrise und den Folgen der Frankenstärke sind die Auftragsbücher wieder voll. Bei der dringend notwendigen Personalaufstockung hapert es aber.

2000 Franken Prämie für Vermittlung

Stadler Rail hat bislang über die eigene Homepage neue Mitarbeiter gesucht, über Stelleninserate und über traditionelle Personalvermittlungsbüros.

Sie setzt bei der Suche nun auch auf die eigenen Kräfte: Ein Mitarbeiter, der einen Bekannten erfolgreich vermitteln kann, erhält eine Prämie von 2000 Franken.

Wie weit das System «Mitarbeiter als Personalvermittler» wirklich erfolgreich ist, muss sich erst zeigen. Laut Auskunft von Mediensprecher Tim Büchele hat Stadler Rail das Prämiensystem erst vor kurzem eingeführt.