Stadt Wil: Mehr Wettbewerb im IT-Bereich gefordert

470'000 Franken zahlt die Stadt Wil jedes Jahr an das Verwaltungsrechenzentrum VRSG in St. Gallen für ihre Computersoftware. Das ist zu viel, finden die Grünen/ProWil und haben beim Stadtrat Vergleichszahlen eingefordert. Dieser hat keine konkreten Zahlen geliefert und damit das Parlament verärgert.

Frau sitzt vor Computer an Schreibtisch.

Bildlegende: Das Parlament will, dass die Stadt ihre IT-Leistungen wirtschaftlich und zu marktgerechten Preisen einkauft. Keystone

74 der 77 Stadt- und Gemeindeverwaltungen im Kanton St. Gallen beziehen ihre IT-Dienstleistungen vom Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen (VRSG) - so auch die Stadt Wil. Für die Grünen Prowil sieht diese Situation nach einer Monopolstellung der VRSG aus.

Sie wollen daher die Kosten genauer unter die Lupe nehmen und haben das im Stadtparlament aufs Tapet gebracht. Das Parlament fordert nun vom Stadtrat, dass er die aktuellen IT-Leistungen mittels Richtofferten von anderen Anbietern überprüft. Die Geschäftsprüfungskommission muss über die Ergebnisse informiert werden.

«Intransparenz»

Falls die Richtpreise die Preise der VRSG-Leistungen um durchschnittlich mehr als 15 Prozent unterschreiten, sind alle IT-Leistungen auszuschreiben, verlangt das Parlament weiter. Auszuschreiben seien überdies alle Neubeschaffungen.

Mit der bisherigen Antwort des Stadtrats ist das Parlament nicht zufrieden. Der Fraktionschef der Grünen Prowil,Guido Wick, wirft dem Stadtrat «Intransparenz» vor, wie er gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF1 sagt. Jetzt liegt der Ball beim Stadtrat.