Strafanstalt Gmünden: Häftling an Überdosis Morphin gestorben

Ein 25-jähriger Häftling, der Anfang August tot in seiner Zelle in der Strafanstalt Gmünden in Niederteufen AR gefunden worden war, starb an einer Überdosis Morphin. Die Ersatzdroge hatte der Mann von seinem Zellnachbarn bekommen.

Der Zellnachbar, der wegen seiner langjährigen Heroinsucht mit Morphin behandelt wird, müsse sich wegen der Abgabe von Betäubungsmitteln verantworten, teilte die Ausserrhoder Staatsanwaltschaft mit. Er müsse mit einer Busse in der Höhe von ein paar Hundert rechnen, aber nicht mit einem Verfahren wegen fahrlässigen Tötung. Dazu hätte man keine Hinweise gefunden.

Wie die Untersuchung des Instituts für Rechtsmedizin ergab, hatte der Verstorbene das Morphin durch die Nase geschnupft. Gemäss Spezialisten wirkt das Morphin durch diese Art der Einnahme rasch, heisst es in der Mitteilung.

Den Schmuggel von Drogen im offenen Vollzug könne man nicht zu 100 Prozent verhindern, sagte heute die Direktorin der Strafanstalt, Alexandra Horvath gegenüber dem Regionaljournal. Man werde aber nach diesem Vorfall die Arbeitsprozesse überprüfen und die Mitarbeiter auf Schmuggel sensibilisieren.