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Drama in Rehetobel (AR) Täter richtet sich selbst – Polizist kämpft um sein Leben

Der Mann, der in Rehetobel (AR) zwei Polizisten anschoss, ist tot. Er soll eine Hanfplantage betrieben haben. Ein Polizist schwebt in Lebensgefahr.

Legende: Video Mutmasslicher Hanfproduzent schiesst auf Polizisten abspielen. Laufzeit 00:34 Minuten.
Aus News-Clip vom 03.01.2017.

Die Schiesserei: Am Morgen kurz nach 9 Uhr kam es in Rehetobel im Kanton Appenzell Ausserrhoden zu einer Schiesserei. Bei einer Hausdurchsuchung wegen des Verdachts auf eine Indoor-Hanfanlage hatte sich der Verdächtige zunächst kooperativ gezeigt. Als die Polizisten mit dem 33-Jährigen darauf dessen rund einen Kilometer von seinem Wohnhaus gelegenen Schopf aufsuchten, gelangte er dort an eine Waffe und schoss auf die Beamten. Ein Polizist erlitt einen Herzsteckschuss und kämpft derzeit um sein Leben. Der zweite verletzte Polizist erlitt Beinverletzungen. Anschliessend gelang dem Täter die Flucht.

Der Täter: Es handelt sich um einen 33-jährigen, in der Ortschaft wohnhaften Mann. Dieser war der Polizei schon lange bekannt. 2004 war er verurteilt worden wegen mehrfach versuchter Tötung, mehrfacher schwerer Körperverletzung sowie Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Wegen seines damals jungen Alters wurde er nicht zu einer Freiheitsstrafe, sondern zu einer Erziehungsmassnahme verurteilt.

Legende: Video «Er richtete sich selbst» abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.01.2017.

Die Flucht: Der Mann konnte nach den Schüssen auf die Polizisten flüchten. Er blieb ungefähr eine Stunde verschwunden und wurde dann von der Polizei an seinem Wohnort lokalisiert. Die Beamten versuchten stundenlang, den Mann zum Aufgeben zu bewegen. Der Täter hatte sich während seiner Flucht einen Rucksack beschafft und behauptet, dieser sei mit Sprengstoff gefüllt. Er drohte, er würde diesen zünden, sollte jemand sich ihm nähern.

Das Ende: Als die Polizei den Täter festnehmen wollte, richtete dieser seine Waffe gegen sich selbst und fügte sich tödliche Verletzungen zu.

Legende: Karte von Rehetobel SRF

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88 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Dass es in einem Land, in dem jede(r) arbeiten könnte, gute Sozialeinrichtungen installiert sind und niemand verhungern muss, solche brutale Menschen überhaupt existieren, ist eine Schande (Ungeheuerlichkeit!). Die Justiz macht in der ganzen Vergangenheits-Geschichte eine äusserst schlechte "Figur"! Der "Mann" hat seit Jahren eine bedenklich hohe Kriminalität gezeigt! Der Polizeieinsatz gegen diesen "Täter" scheint mir deshalb recht "stümperhaft" abgelaufen zu sein!
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
      Ja es gibt eben auch böse Schweizer... erstaunlich, oder?
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Selbstverständlich, Herr Bächler, gibt es kriminelle Müller und Meier! Die prozentuale Anzahl ist allerdings verschwindend klein, wenn man die Zuchthäuser, Polizeirapporte und Justizbeamte fragt!
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  • Kommentar von Thomas Mann (Freidenkerin)
    Die selben, die hier die Polizei loben und stehts nach strengeren Gesetzen und Strafen rufen, schreien Abzockerei und Verarsche, wenn sie vom Geschwindigkeitsradar geblitzt werden oder eine Patkbusse erhalten. Gesetz ist Gesetz und gilt für alle gleich.
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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Am meisten würde mich interessieren, wie die angeschossenen Polizeibeamten auf ihren Einsatz vorbereitet worden sind, was sie erfuhren über den Mann, bei dem sie eine Hausdurchsuchung vornehmen mussten. Es scheint so, als ob diese in keiner Art und Weise damit gerechnet hätten, auf eine möglicherweise gewaltbereite und bewaffnete Person zu stossen. Dass Hanfplantagenbetreiber vielleicht auch eine Schusswaffe besitzen und bei einer Hausdurchsuchung nervös werden, dürfte aber bekannt sein.
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Der Täter wurde ja schon 2004 als gefährlich eingestuft. Also war er bekannt und man hätte die Polizisten darauf aufmerksam machen sollen. Zudem hätten sie mit einem gepanzerten Oberteill unter der Jacke ausgerüstet werden sollen. Dann hätte der leider schwerverletzte Polizist wohl keinen Steckschuss am Herzen abbekomme.
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    2. Antwort von Philipp Etter (Philipp Etter)
      @MZ Im Nachhinein erfahren wir, was Sie schreiben. Ich glaube kaum, dass die angeschossenen Polizisten wussten, mit wem sie es zu tun hatten. Der luzerner Fall, wo sich die Mutter des Betreibers der Hanfplantage mit einer Pistole suizidierte, ist noch nicht lange her. Also müsste die Verbinding Hanfplantage und Schusswaffe auf der Hand liegen. Was wussten die angeschossenen Polizisten vor dem Einsatz? Was wusste die vorgesetzte Stelle vor dem Einsatz?
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    3. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Frau Zelger, im Nachhinein ist man immer gescheiter. Solche Kommentare nützen dem Polizisten, der um sein Leben ringt nichts, seine Angehörigen müssen sich verhöhnt fühlen. Ich habe von Ihnen auch noch keinen Kommentar gesehen, dass Sie jetzt im Nachhinein gescheiter wären bezüglich Vorverurteilung von Ausländern.
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