Kanton Appenzell Ausserrhoden Teufen: das dritte Nein zum Tunnel

Die Teufner Stimmbürger wollen keinen Zug-Tunnel als Entlastung für den Verkehr im Dorfzentrum. Sie lehnen die Initiative zum Bau eines Kurz-Tunnels zwischen Bahnhof und Schützengarten mit 56 Prozent Nein-Stimmen ab und geben damit grünes Licht für die geplante Doppelspur.

Appenzeller Bahn fährt durch das Dorf.

Bildlegende: In Teufen fahren die Appenzeller Bahnen mitten durch das Dorf und belasten den Verkehr im Zentrum. SRF

  • Grünes Licht für Doppelspur: Tunnel Ja oder Nein? Diese Grundsatzfrage beantworteten 1648 Stimmbürger mit Nein und 1279 Bürger mit Ja, und dies bei einer hohen Stimmbeteiligung von 65 Prozent. Damit ist die Initiative zum Bau eines Zug-Tunnels verworfen worden, und die Tunnelfrage ist vom Tisch. Dieser Entscheid bedeutet grünes Licht für die vom Gemeinderat geplante Doppelspur.
  • Pro und Contra: Die Befürworter des Tunnels sagten im Vorfeld der Abstimmung, dieser Kurz-Tunnel sei sicherer als eine Doppelspur. Zudem gebe es mehr Gestaltungsfreiheit und Platz für Parkplätze. Der Gemeinderat hatte sich stark gemacht für die Alternative: eine Doppelspur der Zuglinie, welche mit der Strasse vereint würde. Also Zug und Auto würden auf derselben Strasse fahren. Dies gebe mehr Platz an den Seiten und sei güntiger als die Tunnelvariante.
  • Vorgeschichte: Schon 1992 und 2015 stimmte Teufen über einen Zug-Tunnel als Entlastung für den Verkehr im Dorfzentrum ab. Damals sagten sie Nein zu einer längeren Variante. Nun ist auch die Kurz-Variante gescheitert.