Thomas Hürlimanns Werk kommt ins Schweizerische Literaturarchiv

Der Schriftsteller Thomas Hürlimann gibt seine Manuskripte und Druckfahnen ins Schweizerische Literaturarchiv in Bern. Hürlimann wurde als Sohn des späteren Bundesrats Hans Hürlimann in Zug geboren. Seine Mutter Marie-Theres Duft entstammt der St. Galler CVP-Dynastie Duft.

Thomas Hürlimann

Bildlegende: Die Novelle «Fräulein Stark» sorgte 2001 für einen Skandal: Eine Autorenlesung wurde auf Druck von CVP-Kreisen abgesagt. Keystone

Die Dokumente des Schweizer Autors Thomas Hürlimann werden aus drei verschiedenen Standorten – dem Heimatort Walchwil (ZG), dem Wohnort Berlin und dem Gutshof von Botho Strauss in der Uckermark/Brandenburg – im Schweizerischen Litertaturarchiv (SLA) zusammengeführt. Das Archiv Hürlimanns enthält neben den Manuskripten und Druckfahnen seiner Werke seit den Anfängen auch zahlreiche Entwürfe zu den Theaterstücken, wie den beiden Fassungen des «Einsiedler Welttheaters», zahlreiche Theaterfotos zu den Inszenierungen, sowie unveröffentlichte Prosa und ein eigenes Filmskript zum Roman «Der grosse Kater».

Thomas Hürlimann wurde als Sohn des späteren Bundesrats Hans Hürlimann in Zug geboren. Seine Mutter Marie-Theres Duft entstammt der St. Galler CVP-Dynastie Duft.

Diese Verwandtschaft griff Hürlimann in mehreren Büchern auf – unter anderem in «Fräulein Stark». Das Buch sorge 2001 für einen Skandal, nachdem die St. Galler CVP erwirkte, dass eine Autorenlesung abgesagt wurde. Länger zurück liegt das Theaterstück «Grossvater und Halbbruder», das während dem 2. Weltkriegs in einer Badeanstalt spielte. Ein St. Galler Stadtrat – ebenfalls Mitglied der CVP – erwirkte 1984, dass es nicht aufgeführt werden durfte.