Thurgau findet kein neues Asylheim

Wegen der angespannten Situation müssen die Kantone und Gemeinden viel mehr Asylbewerber aufnehmen. Während St. Gallen und Graubünden neue Unterkünfte gefunden haben, zeichnet sich im Thurgau keine Lösung ab. Die Asylbewerber werden früher auf die Gemeinden verteilt.

Schlafsaal für Asylbewerber

Bildlegende: Im Thurgau fehlt der Platz für Asylbewerber. Keystone

Am Anfang des Jahres habe man rund 10 Asylbewerber pro Monat zugeteilt bekommen, nun seien es bis zu 70, sagt Florentina Wohnlich vom Thurgauer Sozialamt. Das sei eine grosse Herausforderung. Der Thurgau hat in kantonalen Durchgangsheimen rund 300 Plätze.

Bislang habe man keine Lösung gefunden und es zeichne sich auch nichts ab, sagt Wohnlich. Deshalb verbringen die Asylbewerber nicht wie üblich ein halbes Jahr im kantonalen Heim. Sie werden früher auf die Gemeinden verteilt. Diese müssen selbst Lösungen finden.

Der Kanton St. Gallen schafft 50 zusätzliche Plätze in Wil, Graubünden 100 in Chur. Die kleineren Ostschweizer Kantone werden zwar auch mit mehr Asylbewerbern belastet. Für sie ist das Problem allerdings nicht akut, wie es auf Anfrage heisst.