Thurgau führt Ärztestopp wieder ein

Im Thurgau gilt ab September wieder ein Zulassungsstopp für selbständig praktizierende Ärzte. Betroffen sind in erster Linie Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland.

Ein Arzt nimmt einem Patienten im Unterarm Blut.

Bildlegende: Mit dem Zulassungsstopp macht der Thurgau Gebrauch von der Möglichkeit, die das Parlament in Bern beschlossen hat. Keystone

Die Zulassungen aus dem Ausland hätten im letzten Jahr stark zugenommen, schreibt die Thurgauer Regierung am Donnerstag. Aus diesem Grund sei die erneute Einführung des Zulassungsstopps gerechtfertigt.

Für Ärzte aus dem Ausland will der Regierungsrat keine Ausnahmebewilligungen mehr erlauben. Vom Zulassungsstopp ausgenommen sind Ärzte, die mindestens drei Jahre lang in der Schweiz eine Weiterbildungsstelle inne hatten. Für Spitäler gilt die Beschränkung nicht.

Beschränkung bereits zum zweiten Mal

Von 2002 bis 2011 galt im Kanton Thurgau bereits ein Zulassungsstopp. Dieser habe sich allerdings nur sehr beschränkt auf die Zahl der zugelassenen Ärzte ausgewirkt, schreibt die Regierung weiter. Der Bund wollte mit dem Zulassungsstopp den Zuzug ausländischer Mediziner stoppen.