Thurgau: Moratorium für Erlös aus Börsengang der TKB

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) kann ihr Grundkapital um ein Fünftel reduzieren und an der Börse für 80 Millionen Franken Partizipationsscheine herausgeben: Der Grosse Rat hat dem TKB-Börsengang am Mittwoch klar zugestimmt. Der Gesamterlös von 200 Millionen Franken geht in die Reserve des Kantons.

Die Thurgauer Kantonalbank kann an die Börse.

Bildlegende: Die Thurgauer Kantonalbank kann an die Börse. Keystone

Der Vorschlag, die geschätzten Mehreinnahmen von 200 Millionen Franken für den Kanton in eine Spezialreserve einfliessen zu lassen, kam von der vorberatenden Kommission. Die Entnahme von Geld aus der Spezialreserve dürfe vom Grossen Rat erst fünf Jahre nach dem Börsengang beschlossen werden.

Die Regierung wollte jährlich 8 bis 10 Millionen Franken der Mehreinnahmen in die laufende Rechnung fliessen lassen. Dieser Vorschlag hatte im Grossen Rat keine Chance.

Die Herausgabe der Partizipationsscheine an der Börse ist für 2014 geplant. Finanzdirektor Bernhard Koch sagte im Grossen Rat, der Zeitpunkt des Börsengangs liege im Ermessen der TKB-Leitung. Eine Staffelung der Herausgabe der Partizipationsscheine sei dabei sinnvoll.

Bei den Partizipationsscheinen handelt es sich um eine stimmrechtslose Aktie. Inhaber partizipieren direkt am wirtschaftlichen Erfolg der TKB und erhalten eine Dividende.