Thurgau überprüft Anti-Littering-Konzept

Der Thurgauer Regierungsrat untersucht die Bussen, welche es für das achtlose Wegwerfen von Abfall gibt. Er will unter anderem wissen, wie sich teurere Bussen auswirken würden. Zudem überlegt sich der Thurgau die Einführung eines gebührenfreien Littering-Sacks.

Auf einem Parkplatz liegen leere Packungen einer Fast-Food-Kette.

Bildlegende: Die Thurgauer Regierung erachtet den Kampf gegen das achtlose Wegwerfen von Abfall immer noch als notwendig. Keystone

Wer einen Zigarettenstummel auf den Boden wirft und dabei beobachtet wird, der muss im Thurgau dafür 50 Franken bezahlen. Das Deponieren eines ganzen Abfallsacks ausserhalb einer Sammelstelle kostet 250 Franken.

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre lässt der Regierungsrat diese Bussen überprüfen. Er will unter anderem wissen, welche Auswirkungen höhere Bussen hätten. Grundsätzlich will die Regierung aber an ihrem Anti-Littering-Konzept festhalten. Zumal für den Kanton jedes Jahr fünf bis sieben Millionen Franken an Folgekosten anfallen.

Wie es in einer Mitteilung heisst, will der Kanton die Bevölkerung in den nächsten Jahren mehr und besser über das Littering-Problem informieren. Zudem prüft der Regierungsrat, ob er einen gebührenfreien Littering-Sack zur Verfügung stellen soll. Dieser könnte an Schulen, Vereine oder Landwirte abgegeben werden, die Reinigungsaktionen durchführen.