Thurgau wappnet sich für chemische Unfälle

Der Kanton Thurgau richtet die erste Entgiftungsstelle in der Ostschweiz ein. Für den Betrieb ist das Kantonsspital in Frauenfeld verantwortlich.

Einsatz der Chemiewehr.

Bildlegende: Die Kosten für eine Entgiftungsstelle belaufen sich auf 150'000 Franken. Keystone

Eine Entgiftungsstelle sei je länger je mehr ein Bedürfnis, weil immer mehr gefährliche Materialien auf der Strasse transportiert würden, schreibt der Kanton Thurgau. Ausserdem gebe es im Kanton viele Unternehmen, die mit chemischen Stoffen arbeiteten. Auch die Gefahr von Anschlägen mit Giftstoffen wie Anthrax oder Sarin wird in der Mitteilung des Kantons erwähnt.

In der Ostschweiz gebe es bis anhin keine Dekontaminationsstelle; die nächste Möglichkeit bestehe im Spital in Winterthur.

Etwas derartiges sei auch nicht geplant, sagt der St. Galler Kantonsarzt Markus Betschart. Im Kanton St. Gallen seien die Feuerwehren gut ausgerüstet und könnten bei Bedarf vor Ort Dekontaminationsstellen aufbauen.

Für den Betrieb der Entgiftungsstelle am Kantonsspital in Frauenfeld wird nun unter der Leitung des Amts für Gesundheit ein Konzept erarbeitet.