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Ostschweiz Thurgau will strengere Regeln für Pestizide

Einen regelrechten Pestizid-Cocktail hat die Rundschau im Eschelisbach bei Güttingen entdeckt. Kein Einzelfall, denn überall wo Pflanzenschutzmittel im Obstbau eingesetzt werden, gibt es Rückstände in den umliegenden Gewässern. Bund und Kantone arbeiten an Lösungen.

Apfelbäume
Legende: Kein makelloses Obst ohne Spritzmittel. Keystone

Regen spühlt die Pflanzenschutzmittel in die Gewässer. Die Schwierigkeit besteht oft darin, den Urheber der Pestizidrückstände zu finden. Und häufig sei es auch so, dass Pestizidrückstände trotz richtigem Einsatz in die Gewässer gelangten, erklärt Beat Baumgartner, Chef des Thurgauer Amtes für Umwelt.

Strengere Regeln werden geprüft

Für Menschen seien die Spritzmittel nicht gefährlich, dafür seien die Konzentrationen zu gering. Gefährdet sind aber laut Baumgartner Wasserlebewesen, wie Bachflohkrebse oder Eintagsfliegenlarven. Diese gehen wegen der Rückstände zu Grunde.

Bund und Kantone arbeiten deshalb an verschiedenen Massnahmen, um diese Rückstände zu verringern. Diskutiert werden unter anderem strengere Regeln für den Pestizideinsatz sowie auch strengere Zulassungsbestimmungen. Beat Baumgartner appelliert aber auch an die Konsumenten: «Der grösste Teil der Konsumenten will makelloses Obst. Um das zu erreichen, werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt.»

Legende: Video Pestizid-Cocktail in Flüssen abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
Aus Rundschau vom 14.10.2015.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Es wäre schön, wenn die Konsumenten auch das irige beitragen und weniger diviciel wären.Immer das Billigste ist meistens auf lange Sicht am teuersten. Es heisst immer, für die Menschen ungefährlich, aber dauernd kleine Mengen Gift, wirken sich ebenfalls negativ auf unsere Gesundheit aus. In unseren Seen sind schon lange tickende Zeitbomben gelagert.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Zahlreiche Chemikalien, in Himbeeren, Salate und verschiedene Apfelsorten sind mehrfachbelastet. Die pestizidverseuchte Lebensmittel landen weiterhin auf den Tellern. Warum unternimmt das BfG nichts gegen diese Pestizid-Cocktails. Zerstörung der Aecker, Luft und Gewässer. Viele Lebewesen wie Vögel ernähren sich von Insekten. Was wenn sie nur noch verseuchte Insekten fressen. Es muss endlich gehandelt werden für Mensch und Tier.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Umweltorganisationen warnen jetzt aber vor dem Einsatz von Mitteln mit vielen verschiedenen Pestiziden.Die großen Chemiekonzerne feiern seit Jahren steigende Umsätze. Denn Pestizide, allen voran Pestizid-Cocktails, stehen in Verdacht, menschliche Zellen zu schädigen und schwere Krankheiten wie Parkinson, Krebs und Allergien auszulösen. Die Umwelt wird vergiftet, Gewässer werden verschmutzt und Kleinstlebewesen vernichtet.Die Gifte gehören verboten.
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