Thurgauer Basisstufe: Eine Pioniergemeinde springt ab

Hohentannen bei Bischofszell ist eine der fünf Schulgemeinden, die bei einem Versuch rund um die Einführung der Basisstufe im Kanton Thurgau mitgemacht haben. Aufgrund der geringen Schülerzahlen ist sie jetzt zur Aufgabe gezwungen. Der Kanton ist aber überzeugt: Die Basisstufe wird sich etablieren.

Schüler mit Bleistift im Mund

Bildlegende: Weil es in Hohentannen zuwenig Schuleinsteiger hat, muss die Basisstufe geschlossen werden. (Symbolbild) Keystone

«Es gibt einige Gemeinden im Thurgau, die ihr Interesse an der Basisstufe angemeldet haben», sagt Walter Berger, Leiter des thurgauischen Amtes für Volksschule, gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz». Der Thurgauer Grosse Rat hatte der Einführung der Basisstufe im vergangenen Jahr zugestimmt. Die Regierung ist jetzt daran, die genauen Bestimmungen festzulegen.

Die Basisstufe fasst die Kindergärtner und die Erst- und Zweitklässler zusammen. Auf diesem Weg soll den Kindern der Einstieg in die Schule und ins Lernen erleichtert werden. Im Thurgau wird sie aber vor allem auch deshalb eingeführt, weil kleine Schulgemeinden mit geringen Schülern so die Möglichkeit haben, ihre Schule im Dorf behalten zu können - eben weil mit der Basisstufe die Möglichkeit besteht, verschiedene Klassenverbände zusammenzuführen.

Welches die exakten Bedingungen sind, unter denen die Schulgemeinden die Basisstufe einführen dürfen, legt die Regierung noch fest. Je nach diesen Bestimmungen könnte es sein, dass nebst kleinen Schulgemeinden auch Quartierschulhäuser in grösseren Städten die Erlaubnis dazu erhalten.