Thurgauer Gemeindezeitungen im Aufwind

In den letzten Jahren haben verschiedene Gemeinden ihre Mitteilungsblätter ausgebaut. Grund sind die Vereine, die mehr Texte einschicken. Dies wiederum könnte mit dem Abbau der Lokalberichte der «Thurgauer Zeitung» zusammenhängen.

Zeitungsständer.

Bildlegende: Lokale Zeitungen im Kanton Thurgau werden immer umfangreicher. srf

In Märstetten ist die Gemeindezeitung in den letzten Jahren auf über 80 Seiten gewachsen. Ursprünglich waren es mal 40 Seiten. Einen möglichen Grund sieht Werner Lenzin, Herausgeber der Zeitung, im Abbau der Regionalberichterstattung der «Thurgauer Zeitung». Das Interesse bei der Bevölkerung an lokalen Berichten sei nämlich vorhanden, so Lenzin.

Auch in Amriswil wurde das eigene Informationsblatt ausgebaut. Vor zwei Jahren erschienen noch wöchentlich vier Seiten, heute sind es sechs bis acht Seiten. Sie bekämen immer mehr Berichte von Vereinen zugestellt, so die Begründung. Ähnlich sieht es in Gachnang aus: Die Gemeinde überlegt sich derzeit, das Gemeindeblatt neu fünfmal pro Jahr anstatt nur viermal zu veröffentlichen.

Der «Bote vom Untersee» sowie «Regi, die Neue» im Hinterthurgau sind amtliche Publikationsorgane von verschiedenen Gemeinden. Ob der Abbau bei der Thurgauer Zeitung einen Einfluss auf den Erfolg gehabt habe, könne man nicht sagen. Es habe aber sicher nicht geschadet, heisst es bei beiden Zeitungen.