Thurgauer Gesundheitsversorgung wird weiterentwickelt

Unter dem Titel «Brennpunkte Gesundheit Thurgau» arbeiten seit einem halben Jahr Vertreter des Thurgauer Gesundheitswesens an Projekten zur Optimierung der Gesundheitsversorgung im Kanton. Erste Ideen wurden nun zusammengetragen.

Gesamtprojektleiter Felix Helg, Kantonsarzt OIivier Kappeler und Daniel Jud, Präsident Ärztegesellschaft Thurgau.

Bildlegende: Projektleiter Felix Helg, Kantonsarzt OIivier Kappeler und Daniel Jud, Präsident Ärztegesellschaft Thurgau. ZVG

Unter dem Titel «Brennpunkte Gesundheit Thurgau» arbeiten Vertreter des Thurgauer Gesundheitswesens an einer Optimierung der Versorgung und der Vorsorge. Drei Teilprojekte wurden jetzt von einer 17-köpfigen «Resonanzgruppe» diskutiert.

Laut einer Mitteilung des Kantons vom Freitag geht es etwa um die Einführung eines elektronisch abrufbaren Medikamentenplans. Finanzieren liesse sich der «eMediplan» über einen «Medikamentenfünfer». Dieser würde beim Kauf jeder Medikamentenpackung erhoben, vergleichbar mit der vorgezogenen Recycling-Gebühr.

Thema des Teilprojekts «Grundversorgung» ist die Zunahme älterer Menschen und chronischer Erkrankungen. Dem Mangel an Hausärzten und Pflegepersonal könnte durch den Einsatz von Angehörigen oder Freiwilligen begegnet werden, um die Fachleute in der Pflege zu entlasten, wie es im Communiqué heisst.

Drittens diskutierte die Resonanzgruppe über den «Umgang mit psychisch überlasteten Menschen in Schule und Betrieb». Wichtig ist laut einem Fachmann, dass Betroffene frühzeitig auf mögliche Probleme angesprochen werden. Personalverantwortliche und Lehrpersonen spielten dabei eine Schlüsselrolle.