Thurgauer Grünliberale blasen Wahlkampf ab

Von «Regierungsverantwortung» und einer «Auswahl für die Stimmenden» war bei den Thurgauer Grünliberalen die Rede, als sie eine mögliche Kandidatur für die Exekutive ankündigten. Nun zieht sich die Kleinpartei zurück.

Frau mit Plakat der Grünliberalen

Bildlegende: Die Grünliberalen im Thurgau suchen nach wie vor Listenpartner für die nächsten nationalen Wahlen. Keystone

Eine Kandidatur für die Thurgauer Regierung mache keinen Sinn: Die Zeit für einen seriösen Wahlkampf sei zu kurz; ausserdem werde am 8. März über eine nationale Volksinitiative der Grünliberalen abstimmt - da gelte es die Ressourcen zu bündeln, heisst es zur Begründung.

Ausserdem hätten alle möglichen Kandidaten abgesagt, erklärte Co-Präsident Stefan Leuthold gegenüber Radio SRF. Noch vor zwei Wochen klang das anders: Die GLP prüfe eine Kandidatur und rechne sich gute Chancen aus, hiess es damals.

Der Rückzug aus dem Wahlkampf habe keine parteipolitischen Gründe, wonach die GLP der SP einen Gefallen habe machen wollen. «Wir sind eine selbständige Partei und handeln auch so».

Die Grünliberalen sind auf eine gute Zusammenarbeit mit den Links- und Mitteparteien angewiesen. Nur mit einer Listenverbindung kann es der GLP gelingen, den Nationalratssitz im Kanton Thurgau zu halten. Über die Listenverbindung wolle man erst im Frühling oder Sommer entscheiden, sagt Stefan Leuthold.