Thurgauer Innovationspark ist umstritten

Im Thurgau soll ein Innovationspark entstehen. Der «Agro Food Innovation Park» soll sich der Erforschung und Entwicklung im Bereich Ernährung widmen. Am 10. April stimmt Frauenfeld über einen Beitrag von 1,2 Millionen Franken ab. Die Vorlage ist umstritten.

Während verschiedene Ostschweizer Kantone einen gemeinsamen Innovationspark planen, setzt der Kanton Thurgau auf ein eigenes Projekt: Der «Agro Food Innovation Park» in Frauenfeld soll sich um die Ernährung kümmern. Beteiligt sind unter anderem auch die Forschungsstelle Agriscope sowie die ETH Zürich. Finanziell soll die dreijährige Projektphase vom Kanton Thurgau mit 2,55 Millionen Franken sowie von der Stadt Frauenfeld mit 1,2 Millionen Franken getragen werden.

Knappes Ja im Gemeinderat

Der Kredit war im Frauenfelder Gemeinderat umstritten. Letztlich wurde er mit einem hauchdünnen Mehr von 19:17 Stimmen abgesegnet. In der Folge ergriffen die Gegner, allen voran die SVP-EDU-Fraktion, das Referendum, weshalb am 10. April die Bevölkerung abschliessend über den Beitrag entscheiden muss.

Fall für die Wirtschaft

Die Gegner sind der Auffassung, dass der Innovationspark nicht durch öffentliche Gelder finanziert werden sollte. Dies sei Aufgabe der Wirtschaft, namentlich der Nahrungsmittelindustrie. Anders sehen das die Befürworter: Sie erhoffen sich wichtige wirtschaftliche Impulse und dadurch auch neue Arbeitsplätze für Frauenfeld.