Thurgauer Kirche investiert in die Ausbildung der Religionslehrer

Die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau bietet neue Module für künftige Religionslehrer an. Auch schafft die Landeskirche eine Stelle, welche die Qualität des Religionsunterrichts überwachen und die Lehrkräfte beraten soll.

Kind engagiert sich während dem Schulunterricht

Bildlegende: Künftig gibt es vier Jahre Religionsunterricht an den Thurgauer Schulen. Keystone

Im Kanton Thurgau wird der Religionsunterricht ab dem Schuljahr 2014 ausgebaut. Neu sollen die Kinder mindestens vier statt wie bisher drei Jahre Religionsunterricht erhalten. Und das bedeutet: «Es braucht künftig mehr Religionslehrer», sagt Kirchenrätin Ruth Pfister gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Spezialausbildung und Qualitätssicherung

Nun reagiert die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau. «Wir haben eine massgeschneiderte Zusatzausbildung für Primarlehrpersonen konzipiert, die mit wenigen Kursmodulen das nötige theologische und religionspädagogische Know-how vermittelt», sagt Ruth Pfister. Ein weiterer Lehrgang richtet sich an Personen, die keine pädagogische Ausbildung vorweisen können, aber Religionsunterricht anbieten wollen. Und neu ist auch ein Speziallehrgang, der sich an Sekundarlehrer richtet. Dieser wird zusammen mit den Kirchen der Kantone St. Gallen und Graubünden angeboten.

Damit die Qualität des Religionsunterrichts gewährleistet werden kann, richtet die Evangelische Landeskirche eine neue Stelle ein. Das Aufgabengebiet dieser Stelle umfasst laut Pfister Besuche des Religionsunterrichts im Kanton Thurgau und die Überprüfung der Qualität des erteilten Unterrichts.