Thurgauer Parlament gegen Frühfranzösisch

Eine deutliche Mehrheit des Thurgauer Kantonsparlaments will keinen Französischunterricht in der Primarschule. Nun muss die Regierung das Fremdsprachenkonzept überarbeiten.

Französisch an Tafel

Bildlegende: Thurgauer Regierung muss über die Bücher und ein neues Fremdsprachenkonzept ausarbeiten. Keystone

Nach einer zweistündigen Debatte fiel der Entscheid klar: Mit 71 zu 49 Stimmen wird die Thurgauer Regierung beauftragt, das Fremdsprachenkonzept des Kantons zu überarbeiten. Konkret geht es darum, das Frühfranzösisch vom Stundenplan der Primarschüler zu streichen. Demnach soll künftig nur noch Englisch auf dieser Schulstufe unterrichtet werden.

Unterstützt wurde dieses Anliegen vor allem aus den Reihen der SVP, EDU/EVP und der Grünen. Sie vertraten den Standpunkt, dass viele Primarschüler mit zwei Fremdsprachen überfordert seien. Ausserdem sei der Bezug in der Ostschweiz zur französischen Sprache gering.

Anders sahen es Vertreter der SP, FDP und BDP. Die Sozialdemokraten wiesen etwa darauf hin, dass nur ein sehr kleiner Teil der Schülerinnen und Schüler Lernschwierigkeiten habe. Die BDP verlangte, erst das Sprachenkonzept zu überarbeiten.

Nun hat die Thurgauer Regierung – die sich gegen die Motion aussprach – den Auftrag, dem Parlament eine Botschaft zu unterbreiten.

Frühfranzösisch abschaffen?

  • Frühfranzösisch abschaffen?

    Eine Mehrheit des Thurgauer Kantonsparlaments will keinen Französischunterricht mehr in der Primarschule. Auf dieser Schulstufe soll nur noch Englisch unterrichtet werden. Was meinen Sie? Soll Französisch für Primarschüler abgeschafft werden?

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