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Ostschweiz Thurgauer Regierung nimmt Raumkonzept zur Kenntnis

Der Regierungsrat hat das neu erarbeitete Konzept als Grundlage für die Diskussion und Anhörung in den Regionalplanungsgruppen gutgeheissen. Das Konzept beinhaltet die Raumtypen, die Zentrenstruktur und die Szenarien für die weitere Projektarbeit.

Landwirtschaftszone oberhalb von Kreuzlingen am Bodensee
Legende: Landwirtschaftszone oberhalb von Kreuzlingen am Bodensee Keystone

Das revidierte Raumplanungsgesetz des Bundes, das auf den 1. Mai 2014 in Kraft gesetzt wurde, verlangt von jedem Kanton, dass er im kantonalen Richtplan festlegt,wie sich der Kanton räumlich entwickeln soll. Dazu dient die kantonale Raumentwicklungsstrategie oder eben das Raumkonzept. Nach den Vorgaben des Bundes hat das Konzept unter anderem aufzuzeigen, wie die erwünschte räumliche Entwicklung des Kantons im Sinne einer nachhaltigen Raumstruktur und einer haushälterischen Bodennutzung aussieht. Ausserdem legt es die zu erwartende kantonale Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung fest und trifft Aussagen über die räumliche Verteilung der Entwicklung.

Drei Raumtypen definiert

Im Raumkonzept Thurgau werden die drei Raumtypen «urbaner Raum», «kompakter Siedlungsraum» sowie «Kulturlandschaft» mit dem Untertyp «Fokus Natur» unterschieden. Die urbanen Räume sind geprägt durch ihre städtischen Funktionen und Qualitäten. Eine hohe Siedlungsqualität ist Voraussetzung für eine erhöhte bauliche Dichte. Das Wohnangebot ist vielfältig und der Flächenbedarf pro Raumnutzer ist reduziert. In wirtschaftlicher Hinsicht wirken die urbanen Räume, auch dank ihrer Bildungseinrichtungen und Innovationsschwerpunkte, als Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie bilden die Arbeitsplatzschwerpunkte im Kanton und verfügen über ein umfassendes und spezialisiertes Versorgungsangebot.

Hoher Bevölkerungszuwachs

Bei der Ermittlung des künftigen Bauzonenbedarfs ist vom hohen Szenario des Bundesamtes für Statistik im Bereich der Bevölkerungsentwicklung und von einem daran gekoppelten, gedämpften Szenario für die Beschäftigtenentwicklung auszugehen.Vom hohen Szenario beim Bauzonenbedarf wird deshalb ausgegangen, weil der Kanton Thurgau in den vergangenen Jahren einen überdurchschnittlich hohen Bevölkerungszuwachs verzeichnete. Gemäss diesem Szenario verfügt der Thurgau im Jahr 2030 über rund 306 000 und im Jahr 2040 über rund 324 000 Einwohnerinnen und Einwohner.

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