Thurgauer Regierung spricht mit NZZ-Verantwortlichen Klartext

Seit die NZZ-Gruppe über die Zukunft der «Thurgauer Zeitung» bestimmt, gibt es im Kanton immer wieder Unmut. Der Abbau dürfe nicht weitergehen, sagen die Politiker.

Tageszeitungen der NZZ-Gruppe.

Bildlegende: Abbau von Stellen und Leistungen bei der NZZ-Gruppe: Im Thurgau wird ein Einheitsbrei befürchtet. SRF

Der Thurgauer Regierungsrat habe sich vergangene Woche mit der Geschäftsleitung der «NZZ» getroffen und klare Forderungen gestellt, sagte Regierungsrat Jakob Stark. Eine davon: «Es darf keinen weiteren Abbau geben.»

Die NZZ sei sich der Bedeutung der einzigen Thurgauer Tageszeitung bewusst, sagte Stark. Die Verantwortlichen hätten versichert, dass es bei der «Thurgauer Zeitung» vorläufig keinen weiteren Abbau gebe. Langfristig hänge jedoch alles von den Abonnenten- und Inseratezahlen ab.

Auslöser der Diskussion war ein Vorstoss von Andrea Vonlanthen (SVP) und Patrick Hug (CVP). Nach der Integration in die «Tagblatt Medien» vor vier Jahren sei die «TZ» für viele Leserinnen und Leser zum Fragezeichen, für manche gar zum Ärgernis geworden.

500 Stellenprozente seien abgebaut, das Redaktionsbüro in Kreuzlingen geschlossen und der Regionalteil massiv reduziert worden. Der Preis hingegen sei um 16 Prozent gestiegen. Zwar gebe es im Thurgau eine gewisse Unzufriedenheit mit der «TZ», sagten verschiedene Rednerinnen und Redner. Rezepte gegen den Strukturwandel hatte jedoch niemand.