Thurgauer Stimmvolk soll über Pendlerabzug entscheiden

Die Gruppierung «Bund der Steuerzahler» macht ihre Drohung wahr: Sie ergreift das Referendum gegen die Beschränkung des Pendlerabzugs.

Autobahn bei Frauenfeld

Bildlegende: Wer einen langen Arbeitsweg hat, soll nicht mehr die gesamten Fahrkosten von den Steuern abziehen können. Keystone

Angekündigt hatten Vertreter der Gruppierung «Bund der Steuerzahler» das Referendum bereits während der Spardebatte im Thurgauer Kantonsparlament. Die vorgesehene Begrenzung des Pendlerabzugs auf 6'000 Franken benachteilige jene Pendler, die auf ein Auto angewiesen seien.

Im Parlament fanden die Gegner keine Mehrheit, letzlich wurde der Vorschlag der Regierung und der zuständigen Kommission gutgeheissen.

Vertreter der SVP, die der Gruppierung angehören, hatten im Parlament einen Pendlerabzug in der Höhe von 7'500 Franken gefordert. Für das Referendum benötigt der «Bund der Steuerzahler» die Unterschriften von 2'000 Stimmberechtigten.

Die Begrenzung des Pendlerabzugs ist eine von über 100 Massnahmen, mit denen die Thurgauer Regierung ihre Finanzen ins Lot bringen will.