Tierquälerei Hefenhofen TG Thurgauer Veterinäramt unter Druck

Blick in einen Pferdehof

Bildlegende: Ausgeräumt: Der Hof des Pferdehändlers aus Hefenhofen heute Morgen. SRF / Sabrina Lehmann

«  Genug Zeit, um tote Tiere zu beseitigen »

Erwin Kessler
Präsident Verein gegen Tierfabriken

Um was geht es? Der Verein gegen Tierfabriken hat eine Anzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen den Kantonstierarzt Paul Witzig eingereicht: Der Verein wirft der Behörde vor, sie habe den vorbestraften Tierhalter von Hefenhofen jahrelang gewähren lassen.
Warum eine Anzeige? Der Kantonstierarzt sei persönlich verantwortlich für das Tierelend schreibt der Verein in seiner Anzeige. Durch die Ankündigung der auf dem Hof vorgenommenen Tierschutzkontrollen habe der Tierhalter jeweils genug Zeit gehabt, tote Tiere zu beseitigen. Es sei anzunehmen, dass der Tierhalter vor den Kontrollen auch die schwer erkrankten und sterbenden Tiere erschossen und beseitigt habe.
Wie reagiert die Behörde? Der Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer wies Vorwürfe gegen das Veterinäramt am Montag an einer Medienorientierung zurück. Der Fall beschäftige die Behörden seit Jahren. Weil die Mitarbeiter des Veterinäramts vom Tierhalter massiv bedroht worden seien, seien die Kontrollen in den vergangenen Monaten von externen Fachleuten durchgeführt worden. Bei diesen Kontrollen, die kurzfristig angekündigt worden seien, habe es zwar Beanstandungen gegeben. Solch schreckliche Zustände wie auf den Fotos dokumentiert, hätten die Kontrolleure jedoch nie festgestellt, sagte der Regierungsrat.