Tiefer Pegelstand: Kapitäne auf dem Walensee sind gefordert

Wenig Wasser und der Föhn fordern den Kapitänen auf dem Walensee im Moment viel ab. Teilweise ist der Wasserpegel so tief, dass zum Ein- oder Aussteigen ein Nottritt montiert werden muss. Und auf den kulinarischen Schiffen kann es vorkommen, dass die Passagiere das Fondue Caquelon festhalten müssen.

Schwäne im Walensee.

Bildlegende: Für die Schwäne im Walensee reicht das Wasser noch lange. Keystone

Der Wasserpegel im Walensee ist so tief wie seit acht Jahren nicht mehr. Dies hat Folgen: Damit die Schiffe nicht auf Grund laufen, musste beispielsweise der Hafen Au ausgebaggert werden.Und auf der Strecke Murg-Quinten müssen die Kapitäne sogenannte Nottritte montieren, damit die Passagiere problemlos ein- und aussteigen können.

Vor allem beim Anlegen seien die Kapitäne gefordert, sagt Markus Scherrer, Betriebsleiter des Schiffsbetriebs Walensee und selber Kapitän, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1. Man müsse genau in der Fahrrinne bleiben, damit das Schiff nicht am Boden streife.

Föhn bringt Fondue-Pfännchen ins Wanken

Aufpassen müssen die Kapitäne der kulinarischen Schifffahrten. «Bei starken Winden mussten wir die Passagiere schon auffordern, ihre Caquelons festzuhalten», sagt Markus Scherrer weiter. Und mit einem Schmunzeln fügt er an: «Die Leute nehmen das aber mit Humor.» Abgesagt mussten bisher noch keine Fahrten werden.

Überhaupt keine Probleme wegen Wasser oder Föhn gibt es aktuell auf dem Bodensee. Dort ist der Pegelstand im Vergleich zu den Vorjahren sogar leicht über dem Durchschnitt, wie es auf Anfrage heisst.