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Tierschutz St. Gallen Kontrolleure erleben wöchentlich Drohungen

Arzt untersucht Kuh
Legende: Das St.Galler Amt für Veterinärwesen führt jährlich im Schnitt 750 Kontrollen durch. (Symbolbild) Keystone

Ein St. Galler Kantonsrat hatte von der Regierung Auskunft zum Thema Tierschutz gefordert. Die Antwort der Regierung zeigt, dass die Strafanzeigen gegen Tierhalter zugenommen hat.

  • 2016 wurden 136 Strafanzeigen gegen Tierhalter eingereicht. Diese Zahl steige seit Jahren an, heisst es in der Antwort.
  • Im vergangenen Jahr gab es 174 Verurteilungen. Im Verhältnis zur Bevölkerung sei dies die höchste Zahl schweizweit.
  • Das St.Galler Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen führt jährlich im Schnitt 750 Kontrollen durch.
  • Durchschnittlich werden pro Jahr 10 Tierhalteverbote ausgesprochen. 2016 waren es acht, 2015 zwölf.

Der Aufwand zum Thema Tierschutz habe in den letzten Jahren zugenommen, heisst es in der Antwort der Regierung. Die betroffenen Personen würden häufiger gegen die Massnahmen vor Gericht ziehen.

Drohungen nehmen zu

Die kantonalen Kontrolleure sind wöchentlich mit Drohungen konfrontiert. In vielen Fällen können sie selbst die Situation entschärfen. Etwa zwanzigmal im Jahr gebe es ernsthafte Drohungen oder Tätlichkeiten.