Tod im Notfall hat politisches Nachspiel

Vor sechs Jahren ist eine Frau wegen einer fehlerhaften Diagnose im Notfall des Kantonsspitals St. Gallen gestorben. Das St. Galler Kreisgericht hat den Assistenzarzt vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Nun will eine SVP-Kantonsrätin wissen, ob dieser genügend Betreuung hatte.

Ärzte bei der Arbeit

Bildlegende: Eine Politikerin will wissen, ob Assistenzärzte auf der St. Galler Notfallstation genügend betreut werden. Keystone

Vor zwei Wochen urteilte das St. Galler Kreisgericht, aus der damaligen Perspektive sei die Diagnose des Assistenzarztes vertretbar gewesen. Es sprach den heutigen Oberarzt vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei.

Nun hat eine St. Galler SVP-Kantonsrätin einen politischen Vorstoss eingereicht. Der Tod der Frau hätte vermieden werden können. Die Politikerin will von der Regierung unter anderem wissen, ob die Assistenzärzte auf der Notfallstation auf sich alleine gestellt seien. Und sie will wissen, ob der damalige Assistenzarzt im konkreten Fall einen erfahrenen Ansprechpartner gehabt habe.