Kameras im Altersheim Totale Überwachung für mehr Sicherheit

Im Altersheim Vita Tertia in Gossau sind Kameras und Bewegungsmelder montiert. Wenn ein Bewohner in Not ist, schlägt das System Alarm. Das schweizweite Pilotprojekt will einerseits die Sicherheit für ältere Menschen erhöhen und andererseits dem Personalnotstand in der Pflege entgegen wirken.

Thomas Cozzio lebt mit Kameras und Sensoren im Altersheim.

Bildlegende: Thomas Cozzio lebt mit Kameras und Sensoren im Altersheim. SRF

In den 36 Alterswohnungen des Alters- und Pflegeheims Vita Tertia sind Kameras und Bewegungsmelder montiert. Sensoren registrieren jede Bewegung der Bewohner. Im Notfall, wenn die Sensoren keine Bewegung mehr wahrnehmen, schalten sich Kameras ein, damit sich Mitarbeiter des Altersheim ein Bild machen und zur Hilfe eilen können. Doch der Sicherheitsaspekt ist nur die eine Seite der technischen Neuerung. Der Direktor der Stiftung Vita Tertia, Markus Christen: «Die Bewohner können per Videoschaltung mit der Heimleitung kommunizieren, Pizzas bestellen oder die Fensterläden schliessen.»

Kritik von der FHS

Das Alterskompetenzzentrum der Fachhochschule St. Gallen (FHS) findet solche elektronischen Unterstützungssysteme grundsätzlich gut. Allerdings steht Sabina Misoch, die Leiterin des Alterskompetenzzentrums der FHS, dem Pilotprojekt in Gossau kritisch gegenüber: «Studien haben gezeigt, dass sich Bewohner sofort unwohl fühlen, wenn Kameras im Spiel sind.»

SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr