Tote Fliege ergänzt HSG-Kunstsammlung

Die Kunstkommission der Universität St. Gallen (HSG) hat ein Objekt der Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin erworben. Es handelt sich dabei um eine tote Stubenfliege namens Erika.

Präparierte Fliege

Bildlegende: Von der lästigen Stubenfliege zum Kunstobjekt: «Erika» gehört neu zum HSG-Inventar. zvg

Die Fliege stand im Zentrum einer Aktion der St. Galler Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin und ihrem «Atelier für Sonderaufgaben», die sie 2012 im Auftrag eines Biozidherstellers im deutschen Deppendorf bei Bielefeld durchführten. Ziel sei es gewesen, «einen Diskurs über den Wert einer Fliege auszulösen». Dazu gehörte eine kollektive Rettung von Insekten im Rahmen eines Dorffestes. Unter anderem wurde eine Fliege - diejenige, die künftig in der HSG ausgestellt ist - mit einem regulären Flugticket für drei Tage in ein Wellnesshotel geflogen. Später wurde sie dann präpariert und in einer Vitrine ausgestellt.

An der Aktion in Deppendorf mitbeteiligt war Gundula Diering, eine örtliche Bäuerin. Sie habe sich dank der Werbeaktion bewusster mit der Frage der artgerechten Haltung auseinander gesetzt, sagte sie gegenüber Radio SRF.

Ohne Steuergelder

Offiziell vorgestellt wird das Kunstobjekt in der Universität St. Gallen im Februar 2015. Es würden dafür keine Steuergelder verwendet, betonte die Präsidentin der HSG-Kunstkommission. Das Objekt sei ein Geschenk.