Tourismus-Region Werdenberg in Zukunft im Alleingang

Ende Jahr ist Schluss mit der kantonalen Unterstützung. Der Verein Persönlichkeit Werdenberg geht seinen Weg alleine. Er hat Anschluss an eine grössere Tourismus-Region gesucht - aber nicht gefunden. Jetzt klafft ein Loch in der Kasse.

Schloss Werdenberg

Bildlegende: Klein und allein Schloss Werdenberg - das Wahrzeichen der Tourismusregion. Keystone

Mit Liechtenstein, dem Toggenburg oder Heidiland ist die Tourismus-Region Werdenberg umgeben von grossen Tourismus-Regionen. Zwei davon, nämlich Liechtenstein und das Toggenburg, kämen für einen Zusammenschluss aber nicht in Frage. Sie würden regional nicht passen, sagt der Präsident des Vereins Persönlichkeit Werdenberg, Rudolf Lippuner, gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Rettung Heidiland Tourismus

Die einzige Lösung wäre eine Zusammenarbeit mit Heidiland Tourismus gewesen, doch hier scheitert es an finanziellen Bedingungen. 100‘000 Franken hätte die Region Werdenberg bezahlen müssen und wäre dafür von Heidiland Tourismus vermarket worden. Das war für den Verein zu viel. Ein Entscheid, den Björn Caviezel, Direktor von Heidiland Tourismus, bedauert. Sie hätten das Werdenberg gerne bei ihnen aufgenommen, wie er gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» sagt.

40‘000 Franken unter sechs Gemeinden

Mit dem geplatzten Deal läuft die Unterstützung des Kantons St.Gallen Ende Jahr ab. Ab 2015 müssen die Werdenberger Gemeinden Sennwald, Gams, Grabs, Buchs, Sevelen und Wartau selbst in die Taschen greifen. Ab 2016 sollen dann auch Hotels und Geschäfte, die von Werdenberg Tourismus profitieren, ihren Teil bezahlen.