Trotz Kritik: Brandenberger will TKB-Bankrat werden

Der Thurgauer Unternehmer und CVP-Politiker Michael Brandenberger hält an seiner Kandidatur für den Thurgauer Bankrat fest. Er will die Chance nutzen, um seinen Ruf wieder herzustellen.

Zwei Männer

Bildlegende: Unter Beschuss: Michael Brandenberger (links) will in den Thurgauer Bankrat. Keystone

Brandenberger war in den vergangenen Tagen wegen seiner Rolle in der St. Galler Beratungsfirma Complementa kritisiert worden. Ab 2007 war er CEO der Beratungsfirma, heute sitzt er im Verwaltungsrat. Die Beratungsfirma ist indirekt in den Bestechungsskandal rund um die Zürcher Pensionskasse BVK involviert.

Kontrollfunktion nicht richtig wahrgenommen

Eine parlamentarische Untersuchungsorganisation des Zürcher Kantonsrats hatte der Complementa vorgeworfen, ihre Kontrollfunktion nicht richtig wahrgenommen zu haben. Strafrechtliche Folgen hatte der Bestechungsskandal für die Firma bis heute nicht, zivilrechtlich könnte das ganze allerdings ein Nachspiel haben.

Brandenberger, der für die CVP Thurgau im Herbst in den Nationalrat will, erklärt auf Anfrage von Radio SRF, dass er trotz Kritik an der Kandidatur für den Sitz im TKB-Bankrat festhält. Er wolle die Gelegenheit nutzen, um die zum Teil unbegründeten und falsch dargestellten Anschuldigungen richtig zu stellen und seinen Ruf wiederherzustellen.

Entscheid Ende Mai

In einer sechsseitigen Stellungnahme an den Grossen Rat und die Thurgauer Regierung legt Brandenberger seine Sicht der Dinge dar. Die Regierung habe von den Diskussionen Kenntnis genommen und ziehe ihren Wahlvorschlag nicht zurück, so Regierungsrat Jakob Stark. Der Ball liege jetzt bei den Parteien. Diese diskutieren heute über die Kandidatur Brandenbergers. Der Entscheid fällt Ende Mai.