Überbordendes Budget im Kanton Glarus

Der Kanton Glarus gab im Jahr 2013 15 Millionen Franken mehr aus als budgetiert. Nun bewilligte die Regierung 60 Nachtragskredite und Kreditüberschreitungen. Fast zwei Drittel der Überschreitungen gehen auf nur vier Posten.

Die Staumauer für das Kraftwerk Linth-Limmern

Bildlegende: Das Kraftwerk Linth-Limmern - einer der vier überzogenen Budgetpositionen. Keystone

Der mit vier Millionen Franken höchste Nachtragskredit betrifft die Beteiligung an den Kraftwerken Linth-Limmern (KLL), wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Der Kanton Glarus ist mit 15 Prozent am Kraftwerk beteiligt. Wegen der Absenkung des Limmernsees beim Bau des Kraftwerkes «Linthal 2015» entgehen den KLL Einnahmen. Der Kanton muss nun die ungedeckten Kosten des Wasserkraftunternehmens mittragen.

Mit 2,7 Millionen Franken zu Buche schlagen Kostenüberschreitungen bei der ausserkantonalen Hospitalisation. Als Kostentreiber sieht die Regierung die neu eingeführte freien Spitalwahl.

Fast zwei Millionen Franken über Budget liegen die Beiträge an Sonderschulen. Die Ursachen werden im allgemeinen Kostenwachstum und in einzelnen teuren Platzierungen von Sonderschülern gesehen. Und schliesslich waren die Ergänzungsleistungen zu AHV und IV eine Million Franken höher als veranschlagt.