Uni St.Gallen soll noch mehr Aufträge aquirieren

Schon heute steht die Uni St.Gallen (HSG) in Sachen Eigenfinanzierung klar an der Spitze unter den Schweizer Universitäten. In den kommenden Jahren soll sie mehrere Millionen zusätzlich hereinholen.

Der Kanton St.Gallen und die Universität haben eine mehrjährige Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Sie zwingt die Universität, in den kommenden drei Jahren zusätzliche 2 bis 3,5 Millionen Franken zu verdienen, beispielsweise durch zusätzliche Aufträge. Die Uni will deshalb in Zukunft verstärkt Transferforschung betreiben und weitere strategische Partnerschaften mit Unternehmen eingehen.

Professor hält eine Vorlesung an der Universität St.Gallen.

Bildlegende: Mit zusätzlichen Sponsoren will die HSG den Universitätsbetrieb finanzieren. Keystone

Solche Partnerschaften bestehen derzeit mit den international tätigen Konzernen SAP, Audi, BMW, Bosch und Hilti. Die Wahrung der Freiheit von Lehre und Forschung sei dabei jederzeit gegeben, sagt Rektor Thomas Bieger. Solche Partnerschaften könnten von der HSG sofort gekündigt werden.

Diese Woche hat die Studie eines Professors zur 1:12-Initiative zu reden gegeben: Der Schweizerische Gewerbeverband hatte das Papier als Studie der Universität St.Gallen verkauft. Bei den Initianten sprach man daraufhin von einer «Gefälligkeitsstudie». Thomas Bieger betonte in diesem Zusammenhang, dass solche Studien nur als Arbeit eines Instituts oder eines Professors, niemals aber als Studie der Universität bezeichnet werden dürfe.

«Gefälligkeitsstudien» würden an der Uni keine gemacht, allein schon, weil dadurch die Reputation der Beteiligten beschädigt würde. Das riskiere niemand, so Bieger. Er verwies auch auf die an der Uni geltenden Transparenzregeln. Weitergehende Regelungen lehnt er hingegen ab.