Unterwasser: «Intervention war unmöglich»

Die St. Galler Kantonspolizei bleibt dabei: Das Neonazi-Konzert im toggenburgischen Unterwasser mit 5000 Besuchern sei friedlich verlaufen. Eine Intervention der Polizei wäre problematisch gewesen, heisst es seitens der Politik.

Fredy Fässler

Bildlegende: Sicherheitschef Fredy Fässler stellt sich hinter die Polizei. Keystone

Auch wenn es eine Veranstaltung von Rechtsradikalen und Neonazis war: Der Anlass sei friedlich über die Bühne, sagt die St. Galler Kantonspolizei auch am Montag. Am Sonntag war die Polizei vorsichtig im Ton. Sie wollte die Veranstaltung nicht als Konzert von Neonazis bezeichnen.

«Eskalation wäre wahrscheinlich gewesen»

Polizeichef und Regierungsrat Fredy Fässler betont, dass man eine solche Veranstaltung nur verbieten könne, wenn man verhindern wolle, dass es mit rassistischen und fremdenfeindlichen Sprüchen und Liedtexten zu Verstössen gegen die Antirassismus-Strafnorm komme.

Schwierig sei es dagegen, wenn die Polizei bei einem Konzert dieser Grösse interveniere. «Dies würde vermutlich zu einer Eskalation führen und wäre aus polizeitaktischen Gründen unklug.»

Weder die Polizei noch die Gemeinde hatten gewusst, um was für ein Konzert es sich handelt, als es bewilligt wurde. Die Gemeinde wurde von den Organsaitoren hinters Licht geführt.