Ursula Rütsche-Fässler ist neue Ausserrhoder Ratspräsidentin

Die 62-jährige CVP-Politikerin wurde am Montag einstimmig zur «höchsten Ausserrhoderin» gewählt. Sie wird Nachfolgerin von René Rohner. Der Regierungsrat war erstmals in verkleinerter Besetzung im Rat.

Portrait Ursula Rütsche-Fässler

Bildlegende: Ursula Rütsche-Fässler wird Nachfolgerin von René Rohner. ZVG

Die auf fünf Sitze verkleinerte Regierung von Appenzell Ausserrhoden erlebt im Rat eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal überhaupt stellt die FDP nicht mehr die Mehrheit in der Exekutive. Und Matthias Weishaupt (SP) ist der erste sozialdemokratische Landammann.

Am 8. März bestätigte das Volk die vier bisherigen Regierungsmitglieder Paul Signer (FDP), Marianne Koller (FDP), Matthias Weishaupt (SP) und Köbi Frei (SVP) im Amt. Neu gewählt wurde der parteiunabhängige Alfred Stricker.

Keine FDP-Mehrheit mehr

Die FDP verliert damit ihre absolute Mehrheit in der Regierung, die sie seit Bestehen des modernen Parteiensystems innehatte.

Historisch ist auch die Wahl von Gesundheitsdirektor Matthias Weishaupt (SP) zum Landammann. Die SP ist zwar seit 1913 in der Ausserrhoder Regierung vertreten. Mehrmals in der Vergangenheit kandidierten Sozialdemokraten fürs Landammannamt, gewählt wurden sie bis jetzt aber nie.