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Ostschweiz Verkehrschaos in Konstanz ist «swissmade»

«Ja, wir sind an der Grenze», sagt der Konstanzer Baubürgermeister in Bezug auf das Verkehrsproblem in der Stadt. Schuld daran sind die Schweizer Einkaufstouristen.

Ein Schild zur Einfahrt ins Lago Parkhaus. In roter Schrift steht «besetzt».
Legende: Schon zur Mittagszeit staut sich jeweils der Verkehr vor dem Eingang zum Lago Parkhaus. SRF

Abgase, Verkehrslärm, verstopfte Strassen: Sobald in der Schweiz Schulferien sind, bricht der Verkehr auf den Strassen der Konstanzer Innenstadt zusammen. Für die Stadt wird der Verkehr aus der Schweiz zunehmend zum Problem.

Es nervt, wenn sich die Autofahrer trotz Staus und Hinweisen Schleichwege durch die Quartiere suchen.
Autor: Kurt WernerBaubürgermeister Konstanz

Bereits zur Mittagszeit staut sich der Verkehr regelmässig vor der Einfahrt zum Lago Parkhaus. Das Shopping Center lockt zwar seit Jahren Einkaufstouristen aus der Schweiz an.Nicht immer waren es aber so viele wie im Moment.

Der günstige Wechselkurs der letzten Jahre habe das Problem verschärft, sagt der Konstanzer Baubürgermeister Kurt Werner gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Seit einiger Zeit widmet sich die Stadt Konstanz deshalb der Verkehrsproblematik. Einige Massnahmen zur Entlastung der Innenstadt seien in Planung, andere bereits umgesetzt. So seien zu Spitzenzeiten regelmässig Verkehrskadetten im Einsatz, sagt Werner weiter. Auch habe die Stadt das P&R-System ausgebaut. Weitere Massnahmen würden in den nächsten Jahren umgesetzt.

13 Kommentare

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  • Kommentar von M. Keller, Thurgau
    Für Konstanzer ist die CH an allem Schuld! Bsp. dafür, das 2 der 4 Hauptverkehrsachsen IN Konstanz für den Grenzverkehr dicht gemacht wurden, und sich der ganze Verkehr auf die Verbliebenen konzentriert. Oder dafür, das (liegenbleibende) deut. Güterzüge, die über die Seelinie rattern wollten, den B'hof Konstanz blockieren. Die blockieren bei uns die Tankstellen, wenn Ferien sind die Strassen - WIR dürfen aber nichts sagen! Warum dürfen Deutsche ungehindert jammern, warum gibt keiner Konter?
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  • Kommentar von M. Steiner, ZH
    Moooment mal! So einfachist das nicht! Klar tragen wir Schweizer zur Situation bei. Aber wer hat denn das neie Einkaufszentrum Lago errichtet? Wer hat es bewilligt? Da müssen sich die Konstanzer Behörden selber an der Nase nehmen. Die Euros von Schweizer Einkaufstouristen nimmt man ja dann wieder gern...
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      DAS ist der springende Punkt. Man stelle sich vor dieser Hilfeschrei aus KN (Kreuzlingen-Nord ;) wird gehört. Und kein Schweizer geht mehr nach KN einkaufen (sondern fährt mit der Fähre nach FN, Singen, Rottweil, usw). Wetten dann jammerns das wir Schweizer schuld seien, das in KN so viele Geschäfte pleite gehen? Aber es ist eben leichter einen Sündenbock vorzuschieben als die selbstgemachten Probleme zu lösen - war ja immer so... Solange keiner Gegensteuer gibt, ändert dies auch nicht...
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  • Kommentar von Bernd Vignudelli, 4303 Kaiseraugst
    Ist man sich dessen bewusst, dass die schweizer Kundschaft jährlich 400 Millionen Euro über die Grenze trägt, und so massgeblich zum Erhalt zahlreicher Arbeitsplätze im Einzelhandel beiträgt. Die Situatioin ist übrigens auch an anderen Grenzübergängen wie z.B. Rheinfelden oder Riehen / Lörrach nicht viel anderst, nur findet dort auf deutscher Seite eine bessere Infrastruktur vor, der dem Ansturm gerecht wird. Das Problem ist also keineswegs "Swissmade" sondern Made in Konstanz.
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    1. Antwort von Hilmar Wörnle, Konstanz
      "Schuld" ist niemand. Wenn man solche Begriffe nutzen will, hat dies nichts mit dem Pass zu tun. "Schweizer" dient genauso wenig als unschöne Titulierung wie "Deutscher". Ich als Konstanzer empfinde erst einmal alle Menschen die uns besuchen, als Gäste. Ob aus dem Thurgau, aus Leipzig oder aus Kenia. Profitieren tun von der Situation die Menschen auf beide Seiten. Alles andere ist eine Frage des Verkehrsmanagement. Es ist unser Konstanzer Job, dies ideoligiefrei lösen. Wir bitten um Nachsicht.
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