Verselbständigung der VBSG: Das Dafür und Dawider

Am 9. Juni stimmt die Stadt St. Galler Bevölkerung über die Verselbständigung der städitschen Busbetriebe (VBSG) ab. Die Stadtregierung sieht in diesem Schritt eine gesicherte Zukunft der Betriebe. Die Gegner befürchten schlechtere Arbeitsbedinungen für das Personal.

SRF-Redaktorin Martina Brassel sitzt mit Stadtrat Fredy Brunner (Mitte) und SP-Stadtparlamentarier Etrit Hasler (rechts) auf dem schwarzen Ledersofa in den Redaktionsräumen des Regionaljournals.

Bildlegende: SRF-Redaktorin Martina Brassel im Gespräch mit Stadtrat Fredy Brunner (Mitte) und SP-Stadtparlamentarier Etrit Hasler. SRF

Für Stadtrat Fredy Brunner (FDP) ist die Ausgliederung der VBSG in zwei eigenständige Aktiengesellschaften der einzige Weg, um die Position der VBSG auf dem ÖV-Knoten St. Gallen zu stärken. Nur so könne den Doppelspurigkeiten auf dem Platz St. Gallen entgegen gewirkt werden, so Brunner im Gespräch mit der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz».

Auf dem ÖV-Knoten St. Gallen gibt es sieben Transportunternehmen. Bei einer Ausgliederung der VBSG hätten diese die Möglichkeit, sich mit Aktienminderheiten an den Verkehrsbetrieben zu beteiligen. Damit könnte das Gesamtsystem optimiert werden, ist Brunner überzeugt.

Gegen das Vorhaben des Stadtrats wehren sich die linken Parteien und die Gewerkschaften. Sie befürchten schlechtere Anstellungsbedingungen für das Personal, wie SP-Stadtparlamentarier Etrit Hasler im Gespräch betont. Gleichzeitig ist er der Überzeugung, dass den Doppelspurigkeiten auch anders entgegengewirkt werden könne.

Das St. Galler Stadtparlament hat sich Ende November relativ deutlich für eine Ausgliederung der VBSG in zwei Aktiengesellschaften ausgesprochen und damit den Weg für die Volksabstimmung vom 9. Juni geebne.