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Vertrauliche Gespräche Bund greift in Bergbahnen-Streit ein

Schneesportler im Obertoggenburg
Legende: Im Obertoggenburg liegen sich die Bergbahnen in den Haaren. Noch spüren die Wintersportler wenig davon. Keystone

Noch diese Woche treffen sich Vertreter des Kantons St.Gallen sowie der Bergbahnen Wildhaus AG und der Toggenburg Bergbahnen AG zu einer Aussprache. Zum Inhalt des Treffens teilt das Seco, das Bundesamt für Wirtschaft, auf Anfrage von Radio SRF mit: «Das Seco ist im Gespräch mit den beiden Bergbahn-Unternehmen im Toggenburg und dem Kanton St. Gallen, um Möglichkeiten einer besseren Zusammenarbeit im Toggenburg auszuloten». Wegen der Vertraulichkeit der Gespräche gibt der Bund keine Details bekannt.

Klar ist jedoch: In den Gesprächen geht es unter anderem um das Darlehen aus den Mitteln der Neuen Regionalpolitik, die vom Bund und den Kantonen finanziert werden. Für den Ausbau ihrer Skilifte haben die Bergbahnen Wildhaus AG dazu ein Darlehen von fünf Millionen Franken beantragt. Die St.Galler Regierung hat jedoch entschieden, die Gelder nicht zu sprechen - so lange sich die beiden Unternehmen im Obertoggenburg in den Haare liegen.

Eskaliert waren die Streitigkeiten wegen eines Kaufangebots, das die Toggenburg Bergbahnen per Zeitungsinserat publizierten. Die betroffenen Bergbahnen Wildhaus AG fühlten sich dadurch vor den Kopf gestossen. Verhandlungen über die Weiterführung eines gemeinsamen Skitickets in der Region sind seither gescheitert.

Die Aussprache vor dem Staatssekretariat für Wirtschaft soll die festgefahrenen Positionen nun aufbrechen.