Vogelschutz – nur nicht am eigenen Bau in St. Gallen

«Keine Ausreden» steht im Prospekt der Firma Glas Trösch, mit dem sie für die selbst entwickelten Glasscheiben wirbt. Der Naturschutzverein St. Gallen nahm das Unternehmen beim Wort und machte Druck, damit die Vogelschutzscheiben auch beim Firmengebäude in Winkeln zum Einsatz kommen.

Auschnitt aus dem Prospekt der Firma Glas Trösch.

Bildlegende: So wirbt Glas Trösch für ihre Fensterscheiben, die Vögel vor Kollisionen schützen. SRF

Franz Blöchlinger vom Naturschutzverein St. Gallen und Umgebung hat mitgezählt: Über hundert, ja bis zu tausend Vögel im Jahr sterben an der Glasfassade des Firmengebäudes von Glas Trösch in Winkeln. Prekär ist, dass das Unternehmen selber Glasscheiben herstellt, die eine Kollision von Vögel verhindern soll. Die Scheiben haben eine spezielle Oberflächenstruktur, die von den Vögeln erkannt wird und die sie deshalb umfliegen.

Das Gebäude entstand, bevor das vogelsichere Glas ausgearbeitet oder nutzbar war. Nun hat die Geschäftsleitung von Glas Trösch versprochen, im Frühling 2014 vogelsichere Scheiben einzubauen - und zwar von der neusten Generation, die im Moment noch in der Entwicklungsphase ist. Wie bei den älteren Modellen arbeitet Glas Trösch auch dieses Mal wieder mit der Vogelwarte Sempach zusammen, um die Effizienz des vogelsicheren Glases möglichst noch weiter zu steigern.