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Auf Wunsch von Eltern Volksschule lanciert Waldkindergarten in Ausserrhoden

Seit Jahren boomen Waldkindergärten. Diese werden aber fast ausschliesslich von Privaten betrieben. Bis jetzt: In Teufen startet im Sommer der erste von der Volksschule organisierte Waldkindergarten.

Der Anstoss für einen öffentlichen Waldkindergarten in Appenzell Ausserrhoden kam von Eltern. Die Gemeinde Teufen nahm den Vorschlag auf und startet nun ein erstes Angebot.

Wir wollen die Natur wieder mehr in den Erfahrungsschatz der Kinder bringen.
Autor: Dominik SchleichLeiter Amt für Volksschule und Sport Appenzell Ausserrhoden

Es gibt jedoch auch Kritik: Obwohl die privaten Waldkindergärten grossen Anklang finden, gebe es an den Hochschulen noch keinen Studiengang in Naturpädagogik, bedauert Regula Borrer vom Verein «Waldkinder St. Gallen».

Wir unterstützen, dass auch Volksschullehrer in Naturpädagogik ausgebildet werden.
Autor: Regula BorrerGründerin Verein «Waldkinder St. Gallen»

An der Pädagogischen Hochschule St. Gallen gibt es zwar keinen eigenen Studiengang in Naturpädagogik. Die Auswahl an Wahlfächern zum Thema Natur sei aber vielfältig, sagt Prorektorin Heidrun Neukamm. Auch stelle sie bei den Studierenden ein grösseres Interesse an Naturpädagogik fest.

Rechtlich gesehen müsste der Waldkindergarten in Teufen nicht das einzige öffentliche Angebot bleiben. Auch in anderen Ostschweizer Kantonen wären solche Kindergärten möglich. Entscheiden müssten die Gemeinden als Träger der Volksschulen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von David Brunner (dbw)
    Die Volksschule lanciert also einen Waldkindergarten. Das ist mutig. Rechtlich sei das auch in anderen Kantone möglich, doch es gäbe ein Problem. An der Hochschule fehle der Studiengang für Naturpädagogik. Müssen dann die Vorschulpädagoginnen ein Doppelstudium machen oder werden sie sich eher die Kindergartenklassen teilen ? Hoffentlich erfüllt der Wald die Normen der Spielplatzverordnungen und es kann der Nachweis zur Verträglichkeit mit der Wolfsansiedlung erbracht werden.
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