Vom Balletttänzer zum Fechttrainer

Fechten ist allgemein und ganz besonders in der Ostschweiz eine Randsportart. Einzig in Frauenfeld, in Flawil und in St.Gallen ist ein Fechtclub beheimatet.

Fechterinnen im Einsatz

Bildlegende: Fechten ist in der Ostschweiz eine Randsportart – mit viel Potential. ZVG

Aus dem Schattendasein fanden die drei Vereine nie. Dies obwohl beispielsweise in St.Gallen schon vor 80 Jahren die Bestrebungen zur Gründung eines Fechtclubs bestanden. Offiziere gaben damals den Anstoss zur Gründung des Militärfechtclub St.Gallen. Im Jahre 1952 wurde der Verein in Fechtclub St.Gallen umbenannt. Grosse sportliche Erfolg hatte aber auch dies nicht zur Folge.

Einen weiteren Anlauf aus der Anonymität der Randsportart auszubrechen unternimmt nun der Fechtclub St.Gallen. Eine der treibenden Kräfte ist Edwin Lachica.

Der 37jährige, der auf den Philippinen geboren wurde, ist der neue Fechtmeister des Vereins und damit der eigentliche Cheftrainer. Doch seine sportlichen Wurzeln sind nicht beim Fechten. Ursprünglich war er Balletttänzer und kam eher zufällig mit dem Fechten in Kontakt. Doch dies Sportart mit dem Degen faszinierte ihn dermassen, dass er sich stetig weiterbildete und so zum Fechtmeister wurde. In dieser Funktion fördert er Talente, wobei sein Augenmerk aktuell ganz besonders der 17jährigen St. Gallerin Angelina Scherrer gilt, die bereits Weltcup-Turniere bestritten hat.