Von harmlos bis radikal

Kleine Glaubensgemeinschaften haben in der Ostschweiz regen Zulauf. Religionsexperte Georg Otto Schmid warnt vor radikalen Gruppen. Sie behandelten ihre Mitglieder zum Teil unfair.

Regenbogen über Hügellandschaft.

Bildlegende: Immer mehr Menschen Suchen Halt bei kleineren Religionsgemeinschaften. Keystone

Die Schweiz habe verglichen mit anderen Ländern eine grosse Anziehungskraft für religiöse Gemeinschaften. Das sagt Religionsexperte Georg Otto Schmid von der evangelischen Informationsstelle Relinfo. Das sei auch in der Ostschweiz spürbar. Hier sei das ganze Spektrum vertreten: Von der harmlosen Vereinigung bis zur radikalen Gruppierung gebe es alles, sagt Schmid in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

«  Auffallend ist, dass es in der Ostschweiz viele Freikirchen gibt - aber auch immer mehr spirituelle Gruppierungen. »

Georg Otto Schmid
Leiter Evang. Informationsstelle

Grundsätzlich beobachtet Religionsexperte Schmid, dass vor allem kleine Organisationen regen Zulauf hätten. Viele Sinnsuchende fühlten sich in solchen Gemeinschaften gut aufgehoben; anders als dies zum Teil bei Landeskirchen oder grossen Organisationen der Fall sei. Auffallend sei auch, dass es in der Ostschweiz viele Freikirchen gebe - aber auch immer mehr spirituelle Gruppierungen.

Mit Besorgnis beobachtet Georg Otto Schmid extreme Glaubensrichtungen. Auch diese seien in der Ostschweiz vertreten. Vor Fundamentalisten warnt der Experte. Sie würden ihre Mitglieder teilweise unfair behandeln.