Von «Stellen streichen» bis «Steuern erhöhen»

Die Parteien reagieren höchst unterschiedlich auf die roten Zahlen 2012 des Kantons St.Gallen. Alle fordern Massnahmen. Diese liegen aber weit auseinander und reichen von Stellenabbau bis Steuererhöhung.

Sparschwein

Bildlegende: Weniger ausgeben? Mehr einnehmen? Oder beides? Aber wie? Colourbox

Die verschiedenen Reaktionen der Parteien geben einen Vorgeschmack auf die Sparsession im Juni. Dann muss das St.Galler Kantonsparlament über Massnahmen entscheiden, sodass der Kanton jährlich 150 Millionen einsparen kann.

Bei der Präsentation der negativen Rechnung 2012 betonte Finanzdirektor Martin Gehrer erneut, dass diese neuerliche Sparrunde unabdingbar sei. Die Finanzsituation des Kantons sei «besorgniserregend».

Entlassungen?

Welche Massnahmen die Regierung konkret vorschlägt, wird erst im April klar. Vorsorglich haben die Parteien bereits Position bezogen. Ausschlaggebend war die Staatsrechnung 2012, welche die Regierung am Donnerstag vorstellte.

Die Linke will erneut Steuererhöhungen, die Bürgerlichen wollen noch mehr Sparen. Die SVP verlangt gar eine komplette Überprüfung aller Dienstleistungen, was auch Stellenabbau bedeuten könnte.

Hände weg!

Die BDP/GLP-Fraktion ihrerseits will das wenige Geld, das noch im Sparstrumpf ist, schützen: Sie verlangt, dass der  Kanton ab sofort kein Geld mehr aus den Reserven nimmt, um Finanzlöcher zu stopfen.