Vorläufig keine Kulturveranstaltungen in der St. Galler Reithalle

Die Reithalle gehöre dem Reitsport - die Kultur habe genügend andere Veranstaltungsorte. So hat das St. Galler Stadtparlament über die Zukunft der Reithalle entschieden und die Initiative zur Ablehnung empfohlen. Im Herbst entscheidet das Volk.

Reithalle in St. Gallen.

Bildlegende: Auch in Zukunft soll die Reithalle den Reitern gehören, findet das St. Galler Stadtparlament. zvg

Die Initiative «Reithalle für die Kultur» ist vor einem Jahr von einer Gruppe jüngerer Kulturorganisatoren eingereicht worden. Dies mit 1'172 gültigen Stimmen. Schon 2009 wurde mit einer Interpellation die Diskussion um die Reithalle ins Rollen gebracht.

Zur Ablehnung empfohlen

Der Stadtrat hält nichts von der Umwandlung der Reithalle in eine Kulturstätte. Daran hat er schon im letzten Herbst in seiner Stellungnahme keine Zweifel gelassen. So ein Projekt ist aus seiner Sicht zu teuer. Zudem müssten die Reiter ausquartiert werden. Der Stadtrat hat daher dem Parlament empfohlen die Initiative abzulehnen.

Die Mehrheit des Parlaments hat entsprechend entschieden und teilt die Meinung mit der Stadtregierung. Die Kultur habe genügend Veranstaltungsorte, hiess es in der Debatte. Die Reiter sollen in der Reithalle bleiben. Ein Alternativstandort für sie sei ohnehin nicht in Sicht.

Das Parlament hat sich gegen die Initiative ausgesprochen und empfiehlt sie zur Ablehnung. Im Herbst entscheidet das Volk.