Stadtratswahlen St. Gallen Vorteil für CVP-Kandidat

Nino Cozzio

Bildlegende: Nino Cozzio SRF

CVP-Stadtrat Nino Cozzio tritt per Ende Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er leitet die Direktion für Soziales und Sicherheit. Die Einreichefrist für Kandidaturen ist am Montag abgelaufen. Bei der Stadt gingen fünf Bewerbungen ein. Die Wahl ist am 24. September. Bei dieser Anzahl Kandidaten ist es wahrscheinlich, dass die Wahl erst am 26. November entschieden wird.

Einschätzungen von Redaktor Philipp Gemperle

  • Die besten Chancen hat Boris Tschirky von der CVP. Die Partei verlor bei den letzten Wahlen einen ihrer beiden Stadtratssitze. Dass sie nun auch den zweiten Sitz verliert, ist eher unwahrscheinlich; zumal Tschirky als Gemeindepräsident von Gaiserwald und Kantonsrat ein bekannter Politiker ist.
  • Rein rechnerisch hat auch die SVP Anspruch auf den Sitz. Sie hat im Parlament gleich viele Sitze wie die CVP. SVP-Kandidat Jürg Brunner ist aber viel weniger bekannt als Tschirky.
  • Ebenfalls Stimmen machen, dürfte Sonja Lüthi von den Grünliberalen. Sie ist Kantonsrätin und hat vielfältige politische Erfahrung. Sie dürfte als Grünliberale in diesem Kandidatenfeld aber keine grossen Hoffnungen haben.
  • Keine Chancen ausrechnen, dürfen sich die politisch unbeschriebenen Blätter Ingrid Jacober (Grüne) und Andri Bösch (Juso).